Das Zivilrecht



Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist das Herzstück des Privatrechts. Es ist in mehrere Teile (sog. Bücher) gegliedert und regelt die grundlegenden Fragen, die für alle Rechtsgeschäfte (z.B. Verträge) gelten in seinem allgemeinen Teil.

 

Zudem regelt es in seinem besonderen Teil teilweise recht anschaulich die gängigsten Vertragstypen (Kauf-, Werk-, Dienst-, Mietvertrag usw.) Aus dem BGB lassen sich Ansprüche (vertragliche Leistungs-, oder Schadenersatzansprüche; Herausgabeansprüche; Unterlassungsansprüche; gesetzliche Schadenersatzansprüche etc.) herleiten, die z.B. in einem späteren Gerichtsverfahren vom Anspruchsteller (Kläger) gegenüber dem Anspruchsgegner (Beklagten) geltend gemacht werden können. Wie genau das wiederum vonstatten geht, ist dann in der Zivilprozessordnung (ZPO) geregelt.

 

Das BGB enthält ferner Vorschriften zum materiellen Familienrecht. Von der Eheschließung (§§ 1310 ff. BGB) über die Rechte und Pflichten zwischen den Ehepartnern untereinander (§§ 1353 ff. BGB) und zu deren Kindern (§§ 1626 ff. BGB), bis hin zur Scheidung mit ihren Voraussetzungen,  und Auswirkungen (§§ 1564 ff. BGB), wie z.B. Ehegatten- oder Kindesunterhalt oder den Versorgungsausgleich lassen sich alle relevanten Ansprüche dem 4. Buch entnehmen.

 

Schließlich und endlich hat der Gesetzgeber das Erbrecht im 5. Buch geregelt. Hier finden sich Bestimmungen über Testament, Vermächtnis, Erbvertrag, Pflichtteil etc. 

 

Das BGB gehört im internationalen Vergleich zu den "jüngeren" Zivilgesetzen und erfreut sich aufgrund seiner einzigartigen Systematik weltweiten Ansehens.