Meine Entscheidung, Rechtsanwalt zu werden traf ich schon früh. In einem Hamburger Vorort aufgewachsen hatte ich schon als Jugendlicher ortsbedingt mit straffälligem Verhalten zu tun. Wie in der Kriminologie schon lange bekannt, ist kriminelles Verhalten "ubiquitär" (allgemein verbreitet). Es stellt ein natürliches und allgegenwärtiges gesellschaftliches Phänomen dar. Die (jungen) Menschen lernen durch Übertretung von rechtlichen Grenzen deren Bedeutung für das Zusammenleben in der Gesellschaft kennen. In aller Regel werden sie mit dem Erwachsenwerden verinnerlicht und akzeptiert. Für die meisten Menschen stellt kriminelles Verhalten also lediglich eine Episode dar. Diesem Aspekt trägt insbesondere das Jugendstrafrecht mildernd Rechnung. Es gibt aber auch einige Menschen, die aus verschiedenen Gründen immer wieder straffällig werden. Jedes menschliche Verhalten hat seinen Ursprung im sozialen Umfeld, gerade auch kriminelles. Es wird kein Mensch "böse" geboren. Der Lebensgeschichte des Beschuldigten kommt im Strafverfahren deshalb auch besondere Bedeutung zu. Das ist einer der für mich spannendsten Aspekte meines Berufes.

 

Von Beginn meines Jurastudiums an legte ich meinen Schwerpunkt auf das Straf- und Strafverfahrensrecht und die Kriminologie. Ich war zeitweise am Lehrstuhl tätig, wo ich mich an Forschungstätigkeiten in den Bereichen Tötungsdelikte, Wirtschaftsstrafrecht und Jugendstrafrecht beteiligte. Nach meinem 1. Staatsexamen war ich für einige Monate in einer namhaften Gießener Rechtsanwaltskanzlei tätig. Hier beschäftigte ich mich mit gesellschaftsrechtlichen und insolvenzrechtlichen Mandaten, was mich heute in die Lage versetzt, auch anspruchsvolle zivilrechtliche Mandate zu bearbeiten. Nach meinem 2. Staatsexamen und der Zulassung zur Anwaltschaft gründete ich meine Kanzlei in Oldenburg. Seitdem bin ich überwiegend und sehr erfolgreich in der Strafverteidigung tätig. Mitte 2019 werde ich aller Voraussicht nach den Fachanwaltstitel im Strafrecht tragen dürfen. Um meinen Mandanten eine optimale Verteidigung bieten zu können, nehme ich kontinuierlich an Fortbildungen teil.