"Die Idee des Rechts kann nun keine andere sein als die Gerechtigkeit"                 (Gustav Radbruch)


Meine Entscheidung, Rechtsanwalt zu werden traf ich schon früh. In einem Hamburger Vorort aufgewachsen hatte ich schon als Jugendlicher ortsbedingt mit straffälligem Verhalten zu tun. Wie in der Kriminologie schon lange bekannt, ist kriminelles Verhalten "ubiquitär" (allgemein verbreitet). Es stellt ein natürliches und allgegenwärtiges gesellschaftliches Phänomen dar. Die (jungen) Menschen lernen durch Übertretung von rechtlichen Grenzen deren Bedeutung für das Zusammenleben in der Gesellschaft kennen. In aller Regel werden sie mit dem Erwachsenwerden verinnerlicht und akzeptiert. Für die meisten Menschen stellt kriminelles Verhalten also lediglich eine Episode dar. Diesem Aspekt trägt insbesondere das Jugendstrafrecht mildernd Rechnung. Es gibt aber auch einige Menschen, die aus verschiedenen Gründen immer wieder straffällig werden. Jedes menschliche Verhalten hat seinen Ursprung im sozialen Umfeld, gerade auch kriminelles. Es wird kein Mensch "böse" geboren. Der Lebensgeschichte des Beschuldigten kommt im Strafverfahren deshalb auch besondere Bedeutung zu. Das ist einer der für mich spannendsten Aspekte meines Berufes.

 

An der Justus-Liebig-Universität Gießen studierte ich Jura von 2006 bis 2012. Im Studium legte ich meinen Interessenschwerpunkt auf das Straf- und Strafverfahrensrecht und die Kriminologie. Ich war zeitweise am Lehrstuhl tätig, wo ich mich an Forschungstätigkeiten in den Bereichen Tötungsdelikte, Wirtschaftsstrafrecht und Jugendstrafrecht beteiligte. 2012 legte ich das 1. Staatsexamen ab. Anschließend war ich für einige Monate in einer namhaften Gießener Rechtsanwaltskanzlei tätig. Hier beschäftigte ich mich mit gesellschaftsrechtlichen und insolvenzrechtlichen Mandaten, was mich heute in die Lage versetzt, auch anspruchsvolle zivilrechtliche Mandate zu bearbeiten. Mein Referendariat absolvierte ich am Landgericht Gießen. Im Zuge der Anwaltsstation arbeitete ich bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gießener Kanzlei Toprak & Partner Rechtsanwälte PartG an verschiedensten rechtsgebietsübergreifenden Mandaten mit und habe mir so ein breit gefächertes Wissen aneignen können. Seit 2015 bin ich zugelassener Rechtsanwalt und strebe zurzeit den Fachanwaltstitel im Strafrecht an. Um meinen Mandanten eine optimale Verteidigung bieten zu können, bringe ich nicht nur ein fundiertes Wissen im Straf- und Strafprozessrecht mit. Nachdem ich die ersten Monate meiner beruflichen Karriere meinen Kanzleisitz in Gießen innehatte, bin ich im Dezember 2015 in das schöne Oldenburg gewechselt. Hier bin ich die Nachfolge meines geschätzten Kollegen, Herrn Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Jürgen L. Herr angetreten. Von der ersten Stunde an ist es mir gelungen, meinen Mandanten ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner und Verteidiger zu sein.